Beton statt Birken?

Es war einmal …. So fangen Geschichten an. In Ehestorf-Alvesen gibt es schon seit langem eine Diskussion über die Erstellung eines Fußweges an der Straße Ehestorfer Dorfstraße in Richtung Wildpark. Schon viele, viele Ortsratssitzungen beschäftigten sich intensiv mit der bisherigen „gezackelten Linie“ als Abgrenzung zur Straße hin. Ein Hochbord sollte die Lösung sein, und zur Realisierung eines Hochbords sollte ein Grunderwerb erfolgen. Denn der war angeblich erforderlich, um das Dauerthema Hochbord an der Nordseite des Ehestorfer Heidewegs bis zur Straße Am Blöcken abzuschließen.

Im Zusammenhang mit der Diskussion um den Grunderwerb wurde vorgeschlagen, das Hochbord-Thema selbst von der Frage des Grunderwerbs abzukoppeln. Es ist nicht einsichtig, warum in die Landschaft ein teures Hochbord zementiert werden muss. Dem Ortsbild förderlich und entsprechender wäre eine Verlängerung der schon im weiteren Verlauf des Ehestorfer Heidewegs vorhandenen Baumreihe nebst Fußweg/Sandweg als Abgrenzung zur Straße hin. Dieser Vorschlag wurde seinerzeit allgemein gutgeheißen. Und zur Verkehrssicherung trägt eine so entstehende natürliche Abgrenzung allemal bei. Nebenbei bemerkt, Grunderwerb war plötzlich nicht mehr erforderlich, obwohl jahrelang „der“ Engpass!? Nun denn, die Planungen liefen.

Geboren wurde ein wenig in die Landschaft passendes …. Hochbord. Unsere ortsbildfreundliche und kostengünstige Lösung - die Verlängerung der Baumreihe - wurde im Laufe der Erörterungen nicht aufgegriffen und verworfen. Nein, ein Hochbord sollte es unbedingt sein. Und am Ende wurde die geplante Maßnahme so teuer, dass die Realisierung erst wieder ein Teil der unbestimmten Zukunft wurde. So begab es sich und man könnte enden „und wenn Sie nicht...“. Halt, jetzt hören wir, dass die Maßnahme doch umgesetzt werden soll.

Sicherheit muss es geben, doch müssen überall „betonglänzende“ Hochborde, und erst recht nicht im Landschaftsschutz, entstehen? Wäre es nicht sinnvoller, eine dem Ortsbild förderliche, sichere und dazu noch kostengünstigere Lösung zu wählen?

Vielmehr sollte es doch Ziel sein, die Planungen wieder aufzunehmen, um eine der Landschaft entsprechende Umsetzung versuchen zu realisieren (Verlängerung der Baumreihe am Ehestorfer Heideweg nebst Fußweg/Sandweg als Abgrenzung zur Straße hin).

Und was bewegt uns noch? Das Dorfgemeinschaftshaus bleibt ein Thema ebenso wie die Verkehrssituation in und um Ehestorf-Alvesen sowie die Dorfentwicklung bzw. Bebauung.

Dr. Johannes Harpenau, August 2016