von links nach rechts: Detlef Schaper, Pieter van der Reest, Volkmar Block, Lisa Zentner, Dr. Jan Gerlach, Julia Rothenberg, Dr. Johannes Harpenau, Alisa Holzhüter
Landschaftsschutz ist ein hohes Gut. Er bedeutet für uns in Rosengarten und besonders in Ehestorf-Alvesen Lebensqualität. Bündnis 90/Die Grünen treten dafür ein, dass die bestehenden Landschaftsschutzgebiete nicht verkleinert, sondern erhalten oder ausgeweitet werden. Das bedeutet: keine Umwandlung von Ferienhausgebieten in Baugebiete und Erhalt von kleinen Biotopen, wie z.B. das Quellgebiet der Emme, und gegebenenfalls deren Vernetzung zum Erhalt der Artenvielfalt.
Wir setzen uns für den Erhalt von ortsbildprägenden Bäumen ein. Zur Verbesserung des Ortsklimas und der Aufenthaltsqualität sollen an geeigneten Stellen im öffentlichen Raum großkronige Bäume gepflanzt werden. Bei unumgänglichen Fällungen bestehen wir auf Nachpflanzungen an geeigneter Stelle in der Nähe des gefällten Bestandes zeitnah nach Fällung durch einheimische, klimawandelresistente Gehölze. Konkret fordern wir die Nachpflanzung der zuletzt gefällten Bäume wie z.B. der Kastanien an der Alveser Dorfstraße. Außerdem streben wir die Umwandlung öffentlicher Rasen- und Grünflächen in artenreiche Blühstreifen an und unterstützen die naturnahe Umgestaltung privater Gärten.
Ehestorf-Alvesen ist durch seinen dörflichen Charakter mit großen Gartengrundstücken und Freiflächen geprägt. Das möchten wir erhalten, sind aber offen für ein moderates Wachstum der Wohnbebauung wie im Konzept Rosengarten 2030 beschrieben. Behutsames und geregeltes Wachstum soll hierbei über Innenverdichtung in den Dörfern durch planerisch gesteuerte Anpassungen erfolgen und nicht über unkontrollierten Flächenverbrauch.
Wir stehen für die Energiewende und den damit verbundenen Wechsel zu lokal erzeugter erneuerbarer Energie aus Wind, Sonne und Biomasse.
Wir setzen uns, wie im Rahmen der Stellungnahme zur Potenzialflächenanalyse für Windkraftwerke 2025, weiterhin dafür ein, dass ein möglicher Ausbau der Windkraft in sensiblen Naturflächen verhindert wird. Wir treten für einen transparenten Planungsprozess ein, in dem die Kriterien für die Auswahl der Flächen für alle nachvollziehbar dargestellt werden. Wir werden beim Ausbau der Windenergie darauf achten, dass dabei die Belange von Menschen, Natur und Landschaft bestmöglich miteinander in Einklang gebracht werden.
Wir treten im Rahmen unserer Mitarbeit in kommunalen Gremien dafür ein, dass dafür geeignete bereits versiegelte Flächen (z.B. Dächer, Parkplätze) mit einer Photovoltaik-Anlage bestückt werden, so dass auch eine nachbarschaftliche Nutzung der Energie möglich ist.
Wärmeenergie soll zukünftig entsprechend der aktuell erstellten kommunalen Wärmeplanung Schritt für Schritt auch für Privathaushalte aus alternativen Quellen zu Öl und Gas erfolgen. Wir fordern, dass für private Hauseigentümer*innen in der Gemeinde regelmäßig eine kostengünstige unabhängige Energieberatung angeboten wird, um individuell die beste Lösung einer klimaneutralen Heiztechnik zu erlangen.
Wir fördern aktiv das Dorfleben und die Gemeinschaft von Ehestorf-Alvesen durch die Unterstützung des Ortsrates beim Ausrichten von Dorffesten und Gemeinschaftsaktionen. Die bisherigen Angebote wie z.B. Sportfeste, Dorffeste und Adventstreffen, Seniorenausfahrten und -kaffeetrinken sollen fortgeführt werden.
In Ehestorf-Alvesen fehlt es an Freizeitangeboten für Jugendliche. Die Jugendarbeit für die Norddörfer soll verbessert werden durch die Einbeziehung der Jugend in die Jugendarbeit der Gemeinde Rosengarten. Wir fordern, dass geeignete Angebote und attraktive Veranstaltungen durch die jugendpflegerischen Einrichtungen der Gemeinde in den Norddörfern stattfinden.
Gesundheit und Gesunderhaltung sind wichtige Eckpfeiler eines funktionierenden Lebens in der Gemeinde. Die Schließung nahe gelegener Hausarztpraxen macht die Problematik deutlich: Die lokale Gesundheitsversorgung in den Norddörfern ist unzureichend. Wir wollen, dass alle Menschen unabhängig vom Alter und individueller Mobilität einen zumutbaren Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung haben.
Wir setzen uns dafür ein, dass zukünftig wieder eine wohnortnahe Versorgung, gegebenenfalls durch innovative Versorgungsmodelle möglich wird. Wir fordern die Unterstützung durch Kommune, Landkreis und Land bei der Etablierung entsprechender Angebote wie z.B. medizinische Versorgungszentren in kommunaler oder gemeinnütziger Trägerschaft sowie mobile Praxen und Gesundheitsbusse.
Darüber hinaus erwarten wir die Weiterverfolgung der geplanten Entwicklung eines Senioren- und Gesundheitszentrums inklusive einer guten Erreichbarkeit mit Bussen und On-Demand-Fahrdiensten.
Wir machen uns stark für den Ausbau und die verbesserte Kommunikation von Präventionsangeboten auf lokaler und kommunaler Ebene. Dafür stärken wir Sportvereine und setzen uns für die Belange von Anbietern von Gesundheitsangeboten ein. Wir unterstützen den Erhalt und die Nutzung öffentlicher Sportanlagen.
Wir setzen uns ein für eine Verbesserung der Anbindung der Norddörfer an den ÖPNV. Dazu zählen:
Wir setzen uns ein für den Schutz von Schulkindern, Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen. Dafür streben wir geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an und auf den Straßen und zur Entschleunigung des Verkehrs an. Hierzu zählen u.a. eine deutliche farbliche Hervorhebung der Fahrradstreifen und die Vorfahrt für Fahrräder an den Kreisverkehren und Einmündungen an der Kreisstraße / Emmetal. Wir fordern zudem eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit und eine Markierung eines Fuß- und Radweges zur Schulwegsicherung für die Straße Am Blöcken.
Wir freuen uns, dass viele Menschen unsere Heimat Ehestorf-Alvesen für die Naherholung attraktiv finden. Da Ehestorf-Alvesen durch den hohen Ausbau touristischer Attraktionen bereits stark geprägt und belastet ist, soll das bestehende Angebot nicht durch weitere Attraktionen erweitert werden. Zur Entlastung der Ehestorfer Dorfstraße und der Erhöhung der Sicherheit soll das An- und Abfahrtskonzept zum Wildpark durch geeignete Maßnahmen gestärkt werden, z.B. durch ein Verbot des Linksabbiegens in die Alveser Str. vom Wildpark kommend an der Kreuzung am Hof „Schröder” und der Aufstellung eines STOP-Schildes vor der Kreuzung.
Zur Stärkung der Dorfgemeinschaft unterstützen wir die Prüfung einer Nachnutzung von Teilen des alten Feuerwehrhauses als Dorfgemeinschaftshaus für Ehestorf-Alvesen. Hier könnten Veranstaltungen im Zuge der Jugendarbeit und gesellschaftliche Aktivitäten dörflicher Gruppen und Vereine stattfinden. Gedacht ist daran, die Nutzung des ehemaligen Mannschaftsraums für solche Zwecke zu erhalten.
Die Bürger*innen sollen dauerhaft eine zentrale Anlaufstelle - möglichst zentral im alten Feuerwehrgerätehaus - für ihre Anliegen und Fragen bei dem oder der Ortsbürgermeister*in erhalten. Die Bürger*innen-Sprechstunde soll weiterhin regelmäßig stattfinden und durch Ankündigungen auf den Ortschafts-Internetseiten bekannt gemacht werden.
Die Ortsratssitzungen sollen – für alle Teilnehmer*innen und Gäste nachvollziehbar - durch Visualisierung der Tagesordnung und ggf. weiterer Informationen und Grafiken transparenter durchgeführt werden. Wir streben an, dass Bürger*innen die Möglichkeit erhalten, bei Bedarf auch digital an (hybriden) Ortsratssitzungen teilnehmen zu können.
Ehestorf-Alvesen, den 01.04.2026
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